E Liquid mit Glycerin

e liquid mit glycerinDas Inhalieren und Ausatmen des Rauchs einer Zigarette ist für Raucher ein Moment, der sie entspannt, der ihnen Genuss bringt und der sie zufrieden macht. Wenn der Glimmstängel brennt und der Rauch aus den Atemwegen nach außen dringt, ist die Welt in Ordnung. Einziges Problem: Rauchen ist ungesund – und zwar nicht nur ein bisschen, sondern nachgewiesenermaßen sehr massiv. Die elektrische Zigarette gilt als gesunde Alternative zur herkömmlichen Tabakzigarette. Doch Raucher sind oftmals skeptisch. Kann eine Zigarette, die nicht brennt, wirklich Rauch entwickeln, der für die gleichen Zufriedenheitsgefühle sorgt wie der Rauch einer Tabakzigarette?

Rauchen, qualmen, dampfen – das Geheimnis hinter der E-Zigarette

Die elektrische Zigarette kann durchaus die gleiche Befriedigung schaffen wie eine herkömmliche Zigarette, Rauch entwickeln kann sie jedoch nicht. Denn Rauch entsteht einzig und allein bei Verbrennungsprozessen, und eine elektrische Zigarette brennt nun einmal nicht. Wer eine elektrische Zigarette bereits gesehen oder sogar ausprobiert hat, wird behaupten, dass die E-Zigarette durchaus Rauch entwickelt. Das ist fast richtig. Auch die elektrische Zigarette qualmt, allerdings handelt es sich hierbei nicht um Rauch, sondern genau betrachtet um Dampf.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Zigarette, bei der durch die Glut Tabak und Papierhülse verbrannt werden, enthält die E-Zigarette eine Flüssigkeit, die erhitzt und schließlich vernebelt wird. Doch dieses Liquid allein kann nicht für eine Dampfentwicklung ähnlich der Rauchentwicklung einer Zigarette sorgen.

Um einen möglichst dichten Dampf zu erzeugen, der dem Rauch einer Zigarette so stark ähnelt wie möglich, enthält das e-Liquid Glycerin.

[title size=“2″]Glycerin – nicht nur ein Wundermittel in der E-Zigarette[/title]

thick stream of fogDass elektrische Zigaretten Glycerin enthalten, mag Viele zunächst erschrecken. Schließlich verbinden die meisten unter uns Glycerin doch mit einem Bestandteil, der in Haushaltsprodukten wie Frostschutzmittel, in der Kosmetik zur Herstellung von Cremes und anderen Produkten oder in der Industrie als Inhaltsstoff von Schmierstoffen Einsatz findet. Und aus Film und Fernsehen ist Glycerin bei vielen Menschen außerdem als Komponente eines hochexplosiven Sprengstoffs, dem Nitroglycerin, bekannt.

All das klingt keineswegs danach, als sollte man diesen Stoff inhalieren. Doch entgegen mancher Skepsis ist Glycerin nicht gefährlich. Stattdessen handelt es sich bei Glycerin lediglich um Zuckeralkohol, der in allen natürlichen Fetten und Ölen vorkommt und ein wichtiges Zwischenprodukt des Stoffwechsels und Teil aller lebenden Zellen ist. Außerdem besitzt es die Eigenschaft Wasser zu binden. Aus diesem Grund wird Glycerin auch als Lebensmittelzusatzstoff unter der Nummer E 422 als Feuchthaltemittel bei Produkten wie Kaugummi, Schokolade, Fleischerzeugnissen und Trockenfrüchten verwendet.

Glycerin ist so unbedenklich, dass der Stoff in der EU auch als Lebensmittelzusatzstoff für Bioprodukte zugelassen ist.

Das macht Glycerin beim Rauchen von elektrischen Zigaretten

Für die elektrische Zigarette ist Glycerin deshalb unabdingbar, da Glycerin eine bestimmte Eigenschaft besitzt. Bei Raumtemperatur ist Glycerin flüssig, doch wenn es erhitzt wird, ändert es seinen Aggregatzustand und verflüchtigt sich als weißer Dampf. [highlight color=“green“]So eignet sich Glycerin hervorragend, um als flüssiger Stoff die Grundlage des e-Liquids zu bilden[/highlight] und beim Gebrauch der elektrischen Zigarette für ein authentisches Raucherlebnis zu sorgen. Dies geschieht mit Dampf, der nicht nur dem Rauch einer herkömmlichen Zigarette optisch ähnelt, sondern auch in Bezug auf andere Sinne. So ist sein Geschmack eher süßlich und in den Atemwegen leicht spürbar.

Die Kennzeichnung von Glycerin auf der Liquid-Verpackung

Wer genau wissen will, mit welchem Glycerin er oder sie es zu tun hat, findet auf der Liquidverpackung die Bezeichnungen VG und PG.

Die Abkürzung VG bedeutet „Vegetables Glycerin“. Hierbei handelt es sich um Glycerin, das aus pflanzlichen Vorprodukten besteht, meistens aus Raps. „PG“ dagegen steht für das Alkanol „Propylenglycol“. Dieses wird aus Glycerin gewonnen und ist in Deutschland als Lebensmittelzusatzstoff mit der Nummer E 1520 zugelassen. Auch Propylenglycol gilt als unbedenklich, wenn es oral aufgenommen wird. Bei der Inhalation kann es bei sensiblen Menschen jedoch gelegentlich zu Reizungen im Rachenraum kommen.